Ausgabe #7/2016 - Bildung
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Eine neue Art, Wissen zu erschließen

Jeder kennt die gängigen Suchmaschinen Google, Yahoo! oder Bing. Google hat es sogar ins Oxford English Dictionary geschafft. Doch genügt das? Braucht es nicht mehr, um tiefergehend Antworten zu finden? Am Horiziont erscheint ein innovativer Weg, um Wissen zu erschließen: Yewno.

Was ist Yewno und wie unterscheidet es sich von herkömmlichen Suchmaschinen? Wir fragen Ruth Pickering, Mitbegründerin, Head of Strategy and Business Development.

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In unserem Interview definiert Ruth Yewno als eine “Entdeckungsumgebung”. Das Unternehmen brachte sein erstes Produkt, “Yewno for Education”, im Juni 2016 heraus und kann bereits auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken. Derzeit wird “Yewno for Education” in Institutionen wie der Stanford University, Harvard und dem MIT eingesetzt. Und das Unternehmen kooperiert mit einigen der größten Namen im wissenschaftlichen Verlagswesen: Oxford University Press, Stanford University Press, Springer Nature und Taylor & Francis Group.

Empfang für Bibliothekarinnen und Bibliothekare

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) veranstaltet einen Empfang am Hot Spot Professional & Scientific Information (Halle 4.2.). Nach einer kurzen Einführung bleibt reichlich Gelegenheit zum Netzwerken. Seien Sie dabei – am Mittwoch, dem 19. Oktober 2016.

Weitere Informationen zum Hot Spot Professional & Scientific Information finden Sie hier.

Im Vergleich zu Suchmaschinen arbeitet Yewno mit Konzepten. Herkömmliche Suchwerkzeuge generieren lange Listen von Inhalten, die mehr oder weniger relevant sind und manchmal Wiederholungen enthalten können. Yewno’s Suchergebnisse basieren auf fast 50 Millionen hochwertigen wissenschaftlichen Dokumenten, Artikeln und Büchern, die das System aufgenommen hat. Indem es jede Zeile in jedem Text liest, ist das Tool in der Lage, Bedeutung in Form von Konzepten herauszulesen. Die künstliche Intelligenz hinter Yewno ahmt die Verarbeitung des menschlichen Gehirns nach, indem es eine Kombination aus linguistischer Datenverarbeitung, neuronalen Netzen und Algorithmen des maschinellen Lernens anwendet. Damit ermittelt es Verbindungen, die andernfalls verborgen geblieben wären.

Wenn also Internet-Suchmaschinen nicht alles abdecken, warum dann nicht stattdessen einfach die Ressourcen der Bibliotheken nutzen? Was macht Yewno besonders? „Statistiken zeigen, dass 65% der Bibliotheksbestände unerschlossen bleiben“, erläutert Ruth. „Die heute verfügbaren Informationen sind überwältigend, daher neigen die Leute dazu, ihre Suche einzuschränken.“ Außerdem zieht Yewno Artikel aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen heran und stellt Verbindungen her, die etliche Besuche einer Bibliothek nicht erfassen würden. Betrachtet man Yewno’s Suchergebnisse und beeindruckenden Grafiken, könnte ein User allerdings in all den Querverweisen verloren gehen. Was einmal mehr belegt, dass Technik ein Tool ist, das eigentliche Forschung und wissenschaftliche Anstrengungen nur unterstützen und nicht ersetzen kann.

Agilitätsbooster

Besuchen Sie das Symposium zum agilen Arbeiten – am Donnerstag, dem 20. Oktober 2016, von 15 bis 17 Uhr, in der Halle 4.c, Konferenzraum Alliance. Die Teilnahme ist gebührenpflichtig. Von den karrierefördernden Vorzügen des Events werden Sie allerdings ein Leben lang profitieren. Ein Ticket kostet € 75,- Euro. Der Zugang zur Frankfurter Buchmesse ist im Preis enthalten, ohne Anreise. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

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Wie funktioniert die Plattform also? Ganz einfach. Der User gibt ein Konzeptabfrage-Wort ein, das Tool gibt eine kurze Zusammenfassung des zugrundeliegenden Konzeptes und zeigt verwandte Ideen, einschließlich Ausschnitte von Dokumenten und Artikeln. Doch weshalb kann der User nur Artikel-Ausschnitte sehen? „Tja, der Inhalt gehört nicht Yewno. Stattdessen nutzt es jedes Abonnement, das eine Bibliothek oder Institution bereits hat. Wenn man an mehr interessiert ist, muss man entweder den Inhalt kaufen oder durch seine (Universitäts-) Bibliothek gehen.“, erklärt Ruth. Sie können es selbst ausprobieren auf www.library.stanford.edu.

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Gibt es denn irgendwelche Lücken in der Datenbank? „Der Inhalt, den Yewno zur Erschließung bereithält, geht über 100 Jahre zurück und enthält viele der wissenschaftlichen Publikationen, die bereits in Ihrer Universitätsbibliothek erhältlich sind. Und bis Weihnachten 2016 wollen wir die Datenbank verdoppeln.“ Dennoch, es gibt Lücken und die Suche in Bibliotheken und Archiven bleibt ein entscheidender Teil der wissenschaftlichen Arbeit. Aber was wird mit den Bibliotheken in der Zukunft geschehen? Werden sie überflüssig werden? “Bibliotheken erfahren gerade eine große Renaissance und haben bereits andere Rollen übernommen. Viele konzentrieren sich auf die Digitalisierung, Rekonstruktion und Erhaltung von Büchern,“, sagt Ruth, „und meiner Meinung nach wird Bibliotheken immer geben.“

Yewno wird auf der Frankfurter Buchmesse 2016 ausstellen. Im vergangenen Jahr haben sie sich mit 35 wissenschaftlichen Verlagen getroffen, wovon die meisten jetzt Teil der Datenbank sind. Sie können Yewno auf ihrem Stand in Halle 4.2, M 35 besuchen. Erfahren Sie mehr über Yewno und ihre Produkte “Yewno for Education” und “Yewno Finance” online auf www.corp.yewno.com.