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„Mit Print lässt sich immer noch das meiste Geld verdienen“

Im Interview erklärt der Chefredakteur Tyler Brûlé, was Besucher beim Buchmesse-Auftritt von Monocle erwartet.2015 wird Monocle zum ersten Mal auf der Frankfurter Buchmesse vertreten sein. Monocle ist eine hochwertige Medienmarke in den Bereichen Magazin, Web, Einzelhandel und Rundfunk. Mit dem Fokus globale Fragen, Business, Kultur und Design behält sie die Welt immer im Auge.

fbm: Dieses Jahr wird Monocle sich das erste Mal auf der Frankfurter Buchmesse präsentieren. Wie kam es zu dieser Idee? Und warum wollten Sie eine eigene Fläche auf der Buchmesse?

Monocle auf der Buchmesse

Besuchen Sie den Monocle Stand auf der Messe in Halle 4.1 B 90. Das Unternehmen präsentiert sich auf einer Fläche von knapp 100 Quadratmetern mit Cafébar, Loungebereich und eigenem Shop.

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Tyler Brûlé: 2015 ist bis jetzt unser wichtigstes Jahr in der Funktion als Buchverleger. Wir haben eine neue Reihe von Reiseführern veröffentlicht sowie unsere dritte Bildbandreihe gemeinsam mit „Gestalten“. Wir hatten das Gefühl, dass es, in Anbetracht unseres Wachstums, Zeit für eine angemessene Präsenz auf der Buchmesse wird.

fbm: Was macht Ihren Stand besonders? Was erwartet die Besucher?

Tyler Brûlé: Es erwartet sie eine große Vielfalt. Wir werden auf der Buchmesse unsere neuen Projekte vorstellen, die volle Bandbreite unserer Produkte präsentieren sowie einen Verkaufsstand für die Endkunden anbieten. Wir von Monocle beobachten, dass sich Buchhandlungen aktuell komplett neu erfinden. Wir glauben daher, dass wir für die Buchhändler besondere Angebote und Produkte im Gepäck haben – wie unsere Bücher, Schreibwaren, Accessoires und vieles mehr

fbm: Wie passen Kaffee und der Verkauf von Büchern eigentlich zusammen?

Interaktiver Hallenplan

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Tyler Brûlé: Kaffee, Bücher und Magazine passen bestens zusammen. Sie sind alle dafür gemacht, dass wir uns für einen Moment zurücklehnen und verweilen.

fbm: Sie scheinen eine etwas „altmodische“ Perspektive auf Bücher zu haben – insbesondere auf gedruckte Bücher. Wie kam es dazu?

Tyler Brûlé: Ich habe Interesse daran ein nachhaltig erfolgreiches Unternehmen zu führen und bin überzeugt, dass das „richtige Geld“ immer noch mit gedruckten Büchern verdient wird. Reiseführer sind ein gutes Beispiel dafür. Unser erster Schwung an Abverkäufen hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Die Kunden wollen keine Reise-App, sie wollen einen Reiseführer, der leicht zu handhaben ist und mit dem sie sich identifizieren können. Das ist etwas, das Bücher seit jeher ausmacht.

fbm: Wie wird die Buchhandlung der Zukunft Ihrer Meinung nach aussehen?

Tyler Brûlé: Fahren Sie nach Tokyo und besuchen Sie Tsutaya’s T-Site – dies ist immer noch der Inbegriff eines modernen Buch- und Zeitschriftenladens.