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Aktivierung der Backlist

David P. Steel und sein Team haben in diesem Jahr das Start-Up „L-Pub“ gegründet, das neue Standards im Bereich des Lesens und Lernens etablieren soll.

fbm: David, wofür steht „L-Pub“?

David P. Steel: L-Pub steht für „Learning Publications“. Angefangen hat es mit folgender Idee: Sprachenlernende wollen ab einer bestimmten Kompetenzstufe, sagen wir ab B1, echte Bücher und nicht nur die Texte im Sprachlehrbuch lesen. Doch woher weiß ich, dass ich ein bestimmtes Buch vom Schwierigkeitsgrad her bereits bewältigen kann? Unpraktisch ist auch, dass ich jede unbekannte Vokabel extra im Lexikon nachschlagen muss. Bei E-Books, die mit der L-Pub Anwendung produziert wurden, bekomme ich vorher eine genaue Empfehlung, ob das Buch für meine Lernstufe geeignet ist. Beim Lesen kann ich mir zudem die Übersetzung jeder unbekannten Vokabel oder Redewendung direkt anzeigen lassen. Das besondere dabei: Mir wird nicht eine Standardliste mehrerer möglicher Bedeutungen angezeigt, sondern die für den jeweiligen Kontext spezifische, korrekte Übersetzung. Am Ende eines Kapitels kann ich dann die neu gelernten Vokabeln trainieren. Weitere Anwendungen sehen wir für das Erlernen von Fachterminologie in der beruflichen oder akademischen Ausbildung.

fbm: Was sind die besonderen Vorteile daran?

David P. Steel: Das Lernen wird viel individueller. Zunächst kann ich mir selbst aussuchen, welche Literaturgattung und welches Buch ich lesen will, statt im Lehrbuch einen Text vorgesetzt zu bekommen. Als nächstes erlerne ich systematisch genau diejenigen Vokabeln, die ich vorher noch nicht kannte und die für mich im Kontext der Lektüre von Interesse sind.

fbm: Was sind Deine Ziele für die diesjährige Frankfurter Buchmesse?

David P. Steel: Wir möchten jetzt deutschsprachige Verlage dafür gewinnen, aus ihren Büchern L-Books zu machen. Der Markt ist groß: 20 Millionen Deutschlernende gibt es weltweit. Für alle wäre es eine große Bereicherung, aus einer Liste von L-Books unterschiedlichster Literaturgattungen wählen zu können – von Klassikern über Krimis bis zu Science Fiction. Wir sehen darin für die Verlage zum Beispiel eine gute Möglichkeit, die Backlist stärker zu aktivieren. Weiterhin kann ein L-Book mit englischen Übersetzungen auch die Lizenzierung in englischsprachige Märkte erleichtern – nicht Deutschsprachige können sich einen ersten Eindruck vom Text verschaffen und der literarische Übersetzer hat eine solide Grundlage für seine Arbeit.

fbm: Werdet Ihr einen eigenen Stand haben?

Speeddating Event im Business Club

Nutzen Sie die Chance und kommen mit potentiellen Investoren beim startup club Speeddating Event ins Gespräch. Buchen Sie noch heute Ihr Business Club Ticket. Die Matchmaking Veranstaltungen finden am 14., 16. und 17. Oktober im Business Club statt.

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David P. Steel: Nein, das noch nicht. Aber wir sind Mitglied im startup club des Börsenvereins, den ich wirklich sehr loben muss. Hier bekommen wir viel Unterstützung. Es werden auch Speeddatings mit Verlagen und Investoren organisiert. Darüber haben wir auch ein ermäßigtes Paket zur Messeteilnahme bekommen, in dem der Business Club der Frankfurter Buchmesse enthalten ist. Im Business Club kriegt man wahnsinnig viel mit was läuft, lernt interessante Leute kennen, das ist ein richtiger „Accelerator“. Dort kann ich Tische für wichtige Gespräche reservieren oder mit dem „Ask the Expert“-Angebot Einzelgespräche mit Branchenexperten buchen, zum Beispiel um rechtliche Fragen zu besprechen etc.