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„Internationale Messen gehören zum Tagesgeschäft“

Dr. Petra Hardt erklärt, warum der internationale Buchmarkt für die deutschen Verlage essentiell ist.

Das Auslandsgeschäft gehört dazu. Wer als Buchverlag heute erfolgreich sein will, kann auf den internationalen Lizenzhandel nicht verzichten. Davon ist Petra Hardt, die über viele Jahre bei Suhrkamp auch für den Bereich Foreign Rights zuständig war, überzeugt. „Der Rechtehandel ist das Kerngeschäft des internationalen Buchhandels“, sagt die Verlagsmanagerin. „Wer daran teilnehmen will, für den gehören die internationalen Messen zum Tagesgeschäft.“

Frankfurt Rights Meeting

Die Leitkonferenz für die internationale Rechte- und Lizenzbranche.

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Der Auftritt auf den wichtigsten internationalen Messen ist deshalb ein zentraler Baustein des Erfolgs. Suhrkamp setzt dabei seit Jahren auf die Angebote der Frankfurter Buchmesse, die Gemeinschaftsstände für verschiedene Buchmessen weltweit organisiert. Deutsche Verlage präsentieren sich dort auf einem gemeinsamen Messestand. „Eine enge Zusammenarbeit mit der Buchmesse unterstützt den Erfolg“, sagt Petra Hardt. Auf den internationalen Messen kommt man mit Verlagen aus aller Welt in Kontakt. „Wir verkaufen anderen Verlagen Rechte, sie kaufen unsere Rechte“, sagt Hardt. „Jeder Verlag versucht, seine Autoren in aller Welt bekannt zu machen.“

Petra Hardt ist mit den Gemeinschaftsständen sehr zufrieden. „Wir haben im Kontakt mit der Frankfurter Buchmesse nur gute Erfahrungen gemacht, den deutschen Gemeinschaftsstand finde ich zu 100 Prozent gut“, sagt die Rechtehändlerin.

Bekannte Autoren laufen gut

Eine Schwierigkeit stellt die Frage dar, welche Bücher man für den Stand anmeldet. Wichtig sei es, eine gute Mischung aus Backlist und Novitäten auszuwählen. Bei den Sachbüchern geht es darum, Themen zu finden, die auch außerhalb Deutschlands auf Interesse stoßen. Bei der Literatur sind es vor allem die bekannten Autoren, die sich gut verkaufen – „und natürlich die Qualität!“

Was dann vor Ort zählt, ist der persönliche Kontakt mit den ausländischen Lektoren sowie mit den anderen Ausstellern am Gemeinschaftsstand. Für Petra Hardt wird der gemeinsame Stand so zum „Heimathafen in der Fremde“. Hier trifft man sich – und fühlt sich wohl. Und es entsteht ein Gemeinschaftsgefühl unter den Teilnehmern. „Es herrscht ein partnerschaftlicher Austausch, wir sind alle miteinander Multiplikatoren“, resümiert Petra Hardt.