Top Stories 2017 - Inspirationen zu den Publishing-Trends des Jahres
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Aus der Masse herausstechen

Seit über 30 Jahren ist das Frankfurt Rights Meeting die Top-Konferenz für Rechte- und Lizenzhändler auf der Frankfurter Buchmesse.

Unter dem Motto „Change is the new constant: A close-up on East Asia, audio, and creating a buzz” werden bekannte Themen in ein neues Licht gerückt. Im Interview gibt der langjährige Frankfurt Rights Meeting Advisor und VP Director of Subsidiary Rights bei Crown Publishing Group, Lance Fitzgerald, Einblicke in die FRM Konferenz 2017.

Frankfurt Rights Meeting 2017

Mehr Austausch, mehr Networking, mehr Wissen: Holen Sie sich Ihr Ticket für das 31. Frankfurt Rights Meeting. Die Themen 2017: Lizenzmarkt Japan, Audio-Boom und Social Media.

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fbm: Herr Fitzgerald, welche Bedeutung hat die Frankfurt Rights Meeting-Konferenz weltweit? Was wird hier geboten, das man nicht auch irgendwo anders bekommen kann?

Lance Fitzgerald: Auf der Frankfurter Buchmesse verbringe ich den größten Teil meiner Zeit in One-on-One-Meetings, bei denen ich Rechte an potentielle Verleger verkaufe. Die Gelegenheit, sich über große Themen Gedanken zu machen oder für einen Gesamtüberblick, bleibt aus. Das Frankfurt Rights Meeting bietet daher die einzigartige Möglichkeit, sich tiefergehend mit Themen zu befassen, die den Rechteverkauf in unserer Branche betreffen.

Frankfurt Catalogue

Bereiten Sie sich jetzt schon auf Ihre Messeteilnahme vor. Mit unserem Frankfurt Catalogue finden Sie alle ausstellenden Verlage auf der Frankfurter Buchmesse ganz einfach online.

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Dieses Jahr fokussieren wir uns auf drei sehr interessante und unterschiedliche Themen – Japan, Audiorechte und Social Media. Japan ist ein sehr starker Rechtemarkt, allerdings kennen sich nicht viele von uns mit den Besonderheiten der japanischen Verlagswelt aus. Die Bedeutung von Audiorechten hat in den letzten Jahren zugenommen und bietet Wachstumschancen für Verlage und Rechteverkäufer. Die private Nutzung von sozialen Netzwerken ist weit verbreitet, aber wie können wir sie auch in unserem beruflichen Leben nutzen? Die Teilnehmer des Frankfurt Rights Meeting haben Gelegenheit, sich im Rahmen von Expertenvorträgen über diese drei Themen zu informieren. Sie können sich dabei ein stückweit von ihrem üblichen Leitfaden im Bereich Rechte lösen und neue Strategien zum Ausbau ihres Rechtegeschäfts entwickeln.

fbm: Ein Schwerpunktthema der Konferenz ist der japanische Markt. Was ist so faszinierend an Japan? Warum haben Sie sich dafür entschieden?

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Verschaffen Sie sich jetzt schon einen Überblick über alle Hallen und Veranstaltungsorte.

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Lance Fitzgerald: Japan verfügt über eine lebendige Verlagswelt mit einer langen Tradition, eine der ältesten weltweit. Dennoch ist der Markt vielen Rechteverkäufern ein Rätsel. Auf der Bestsellerliste des Landes finden sich meist Werke japanischer Autoren, zugleich gibt es aber jedes Jahr auch erfolgreiche übersetzte Titel, insbesondere im Business-Bereich. Japanische Verlage bieten traditionell einen Mix aus gedruckten Büchern, Zeitungen, Magazinen und Mangas. Und auch wenn viele Rechteverkäufer mit europäischen und amerikanischen Buchhandlungen vertraut sind, so haben doch nur wenige die Möglichkeit gehabt, einen japanischen Buchladen persönlich zu betreten. Wir hoffen, dass unsere Konferenz Teilnehmer mit Ideen versorgt, die ihnen dabei helfen, auf diesem sehr wichtigen Markt Fuß zu fassen.

fbm: Sie sind seit 1995 in der Verlagsbranche tätig. Wie hat sich der Rechtemarkt in den letzten Jahrzehnten verändert? Und würden Sie sagen, er hat sich zum Besseren verändert?

Lance Fitzgerald: Die Rechtewelt agiert viel schneller. Das ist die größte Veränderung. Im Wesentlichen ist dies auf das Internet und E-Mails zurückzuführen. Informationen werden heutzutage in einem schnelleren Tempo ausgetauscht. Man reagiert rasch, nahezu unverzüglich. Diese Geschwindigkeit hat definitiv ihre Vorzüge, allerdings bleibt hin und wieder die tiefergehende Auseinandersetzung bei der Prüfung eines Titels etwas auf der Strecke. Grundsätzlich denke ich, die Veränderungen sind zum Besseren – mit dem Internet stieg die Geschwindigkeit sowie die Zahl der Verlage und der Möglichkeiten, Bücher in neuen Märkten zu lizenzieren. Die Rechtewelt ist größer geworden.

fbm: Soziale Netzwerke sind geradezu omnipräsent. Wie beeinflusst diese Entwicklung den Rechtemarkt? Wie werden Sie das Thema auf der Konferenz aufgreifen?

Lance Fitzgerald: Eine Frage stellt sich fortwährend: Sind soziale Netzwerke ein hilfreiches Verkaufstool? Verlage haben gelernt, wie sie mithilfe sozialer Netzwerke Leser zu Marketingzwecken erreichen können. Können wir als Rechteverkäufer diesen Weg ebenfalls bei unseren Kunden nutzen? Informieren sich unsere Kunden überhaupt in sozialen Netzwerken über ein neues Buch oder Trends? In unserer Forumsdiskussion möchten wir unseren Teilnehmern Strategien an die Hand geben, die ihnen dabei helfen, herauszufinden, was beim Rechteverkauf funktioniert und wie man in der Informationsflut der sozialen Netzwerke herausstechen und somit eine Wirkung erzielen kann.

fbm: Man sagt: „Was nicht kaputt ist, soll man nicht reparieren.“ Warum haben Sie sich dennoch dafür entschieden, das Format der Konferenz zu verändern?

Lance Fitzgerald: Das Format ist nicht wirklich verändert worden, sondern vielmehr erweitert. Wir haben die Dauer der Präsentationen zu jedem Thema gekürzt und dafür Zeit für Diskussionsrunden eingeräumt. Teilnehmer der vergangenen Konferenzen teilten uns mit, dass sie sich mehr Zeit wünschen, um den Vortragenden Fragen stellen und bestimmte Themen tiefer erörtern zu können. Indem wir einen Zeitrahmen für Diskussionen in kleineren Gruppen schaffen, möchten wir Teilnehmern in noch stärkerem Maße die Möglichkeit geben, Antworten auf ihre spezifischen Fragen zu erhalten.